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Teil 1: Warum Muskelabbau im Alter kein Schicksal ist !

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn wir an Muskeln denken, haben viele von uns meist Ästhetik, Kraftsport oder Leistung im Kopf. Doch in der modernen Ganzheitsmedizin hat sich der Blick auf unsere Muskeln grundlegend gewandelt: Mit ihren 654 Muskeln ist die Skelettmuskulatur eines der größten und aktivsten Stoffwechselorgane unseres Körpers. Sie steuert die Organversorgung, beeinflusst die Entgiftung und dient als entscheidender Schutzschild für Knochen, Gehirn und Herz.  

Dennoch hält sich ein hartnäckiger Mythos: Dass wir mit zunehmendem Alter unaufhaltsam an Kraft und Muskelmasse verlieren. Die Wissenschaft zeigt heute klar: Das ist kein biologisches Schicksal, sondern meist die Folge mangelnder Beanspruchung.  


Der schleichende Prozess der Sarkopenie

Inaktivität hat ihren Preis. Wer seine Muskeln nicht regelmäßig fordert, verliert zwischen dem 30. und 55. Lebensjahr rund 25 % seiner Muskelmasse das entspricht etwa 1 % pro Jahr. Ab dem 60. Lebensjahr beschleunigt sich dieser Prozess sogar auf 2 bis 3 % jährlich. In der Medizin spricht man hierbei von Sarkopenie, dem krankhaften Muskelabbau.  

Besonders dramatisch: Mit der Masse schwindet auch die Muskelqualität. Die Fähigkeit, schnell zu reagieren und Kraft einzusetzen, nimmt mit bis zu 4 % pro Jahr noch schneller ab als das reine Volumen. Dies führt im Alltag zu Unsicherheiten, erhöhter Sturzgefahr und Kraftlosigkeit. Im Durchschnitt liegt der Muskelanteil der Deutschen heute bei gerade einmal 20 % des Körpergewichts optimal wären bei Frauen 25 bis 35 % und bei Männern 40 bis 50 %.  


„Unsere Muskeln sind ewig 15 Jahre jung“

Die gute Nachricht: Muskelgewebe besitzt ein erstaunliches Regenerationspotenzial. Wie der renommierte Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse betont, erneuern sich Muskelzellen kontinuierlich – sie bleiben biologisch sozusagen ewig im „wilden Teenageralter“. Egal ob man mit 30, 50 oder 80 Jahren mit einem gezielten Training beginnt: Der Körper reagiert in jedem Alter mit Aufbau und Anpassung. Das Motto lautet ganz direkt: Use it or lose it!  


Die körpereigene Naturapotheke: Myokine

Wenn Muskeln angespannt und gefordert werden, arbeiten sie wie eine körpereigene Drüse. Sie schütten hunderte verschiedener Botenstoffe aus, die sogenannten Myokine. Diese Signalstoffe kommunizieren direkt mit Gehirn, Fettgewebe, Leber und Immunsystem:  

  • Sie wirken stark entzündungshemmend im gesamten Körper.  

  • Sie schützen vor Osteoporose, indem sie den Knochenabbau hemmen.  

  • Sie verbessern den Zuckerstoffwechsel und beugen Diabetes Typ 2 vor.  

  • Sie kurbeln im Gehirn Botenstoffe an, die das Gedächtnis schützen und die mentale Resilienz stärken.  


Warum Standard-Check-ups oft nicht ausreichen

Obwohl die Muskelgesundheit der Schlüssel für ein langes, selbstbestimmtes Leben ist, wird sie in der Schulmedizin oft vernachlässigt. Ein flüchtiger Blick auf das Gewicht oder den BMI sagt kaum etwas darüber aus, wie es um Ihre Muskelqualität, Ihren Eiweißstatus oder stille Entzündungsprozesse steht.  

Hier setzt eine umfassende funktionelle Diagnostik an: Über eine tiefe Blutanalyse mit rund 70 Laborparametern lässt sich Ihr Stoffwechsel- und Nährstoffprofil lückenlos aufdecken. So erkennen wir exakt, ob Vitamindefizite, hormonelle Dysbalancen oder unbemerkte Entzündungen Ihren Muskelaufbau blockieren.

Im zweiten Teil erfahren Sie konkret, wie Sie Ihre Muskel-Apotheke im Alltag aktivieren und welche Rolle die richtige Ernährung dabei spielt.


Herzlichst

Michaela Bisch-Dußmann

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Seidenwebergasse 10

D-79576 Weil am Rhein

praxis@bisch-dussmann.de

Tel: +49 (0) 7621 788 10

Mobil: +49 (0) 162 348 96 32

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