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Myoreflex-Therapie

Der Begriff "Myoreflex" setzt sich aus den Wörtern "Myo" (Muskel) und "Reflex" zusammen​. Die Myoreflextherapie basiert auf der Annahme, dass viele Beschwerden und Schmerzen auf muskuläre Ungleichgewichte und Fehlfunktionen zurückzuführen sind.

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Die Behandlung

Durch gezielte Druckpunktstimulation am Muskel werden Umstellungsreize gesetzt, die dem Körper helfen, muskuläre Spannungszustände zu regulieren und seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Diese Regulationsvorgänge entlasten Weichteilstrukturen und Gelenke, wodurch Schmerzfreiheit erzielt und die ursprüngliche Beweglichkeit wieder erreicht werden kann. Selbst strukturell degenerative Prozesse können aufgehalten werden und regenerieren.

Innere Organe und Vegetativum sind funktionell und strukturell eng mit dem Bewegungsapparat verknüpft und somit mittels Myoreflextherapie der Behandlung zugängig.

Emotionaler Stress und psychische Traumata werden in unserem Körper abgespeichert. Durch den körperlichen Ansatz der Myoreflextherapie können so in einem kontrollierten Rahmen seelische Belastungen aufgearbeitet werden.

Die Wurzeln der Myoreflextherapie

Das Behandlungskonzept beruht sowohl auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der modernen Hochschulmedizin, bewährten manuellen Techniken als auch auf dem Wissensschatz der Erfahrungsmedizin der östlichen Hemisphäre.

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In der Praxis

Bei der Behandlung orientiert sich der Therapeut an den anatomischen Strukturen und palpiert, das heißt er tastet mit seinen Fingern, um Spannungszustände von Muskeln und Sehnen wahrzunehmen.

Dann werden durch Druck auf die entsprechenden Punkte dem Gehirn Impulse vermittelt. Wie in einem Regelkreislauf wird der Ist-Wert festgestellt und mit dem Soll-Wert verglichen. Das zentrale Nervensystem gibt eine entsprechende Stellgröße aus, die den Spannungszustand im Muskel korrigiert. Dadurch kommt es zu einer Entlastung von Gelenken und Weichteilstrukturen.

Es ist aber wenig sinnvoll, einen Muskel isoliert zu betrachten und zu behandeln. Ein Muskel ist physikalisch gesehen ein Element, das Kraft (= Zug) in eine Richtung entwickelt. Diese Kraft zieht mit Hilfe der Sehnen an Knochen, die über ein oder mehrere Gelenke miteinander verbunden sind (Stichworte: Hebel, Drehmoment, Kräfteparallelogramm). In jedem Moment spielen alle Muskeln des Körpers zusammen. Das Resultat sind Haltungen, Bewegungen und Bewegungsmelodien.

Verfolgt man die Richtung weiter, in die die Kraft eines Muskels wirkt, dann stellt man fest, dass sich Linien durch den ganzen Körper ziehen. In vielen dieser Linien finden wir die Meridiane aus der Akupunktur wieder. Ein sinnvolles und effektives Behandlungskonzept berücksichtigt diese Muskelketten und bindet sie mit ein. So können Schmerzprobleme dauerhafter behoben werden. Auch alte, vergessene Schmerzen können wieder auftauchen und erfolgreich behandelt werden.

“Oft findet sich die Ursache für eine Beschwerde weit weg

vom eigentlichen Schmerzgeschehen”

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In der Schwangerschaft

Gerade in der Schwangerschaft , im Wochenbett und im darauffolgenden Säuglings- und Kleinkindalter kann es durch die körperlichen und statischen Veränderungen, die eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten und die geforderten Tätigkeiten (Stillen, Tragen, Heben) zu Spannungsveränderungen in der Muskulatur kommen.

Der erhöhte Muskeltonus kann Schmerzen im Muskel selber erzeugen, er kann zu Ausstrahlungen in andere Muskelbereichen führen, er kann Bewegungen erschweren bzw. verhindern oder er kann durch den erhöhten Zug an den Knochen zu Gelenkbeschwerden bzw. -schädigung führen.

Die Myoreflextherapie kann hier eine Entlastung schaffen, da sie direkt an der verspannten Muskulatur angreift und auf die schmerzverursachenden Spannungsmuster der Muskulatur regulierend einwirkt.

„Die Muskulatur kommt wieder ins Gleichgewicht und führt

zur ursprünglichem Beweglichkeit zurück“

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In der Schwangerschaft

Oft sind Menschen hohen Stressbelastungen ausgesetzt und  können sich nicht mehr richtig erholen. Solche Menschen können im Laufe der Zeit vegetative Symptome entwickeln, wie Schlafstörungen, Herzklopfen, Magen- und Darmbeschwerden, Überregbarkeit und allgemeine Unruhe.

Stress führt automatisch auch zu einer erhöhten körperlichen Grundspannung. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit und die allgemeine Belastbarkeit stark eingeschränkt. Ein Schock kann uns tief in die Glieder fahren und zu andauernden Muskelverspannungen und Haltungsveränderungen führen.

Heute weiß man aus der Hirnforschung, dass Schockerlebnisse in der Muskulatur gespeichert werden können. Die Folgen sind chronische Verspannungen bis hin zu neurologisch nicht erklärbaren Lähmungen ganzer Körperteile. Aus der Körpertherapie  ist bekannt, dass die Lösung solcher Verspannungen teils alte Bilder und Traumata wieder ins Bewusstsein kommen lässt.

“Das Lösen der Verspannungen ist der Weg zur Heilung”

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In der Schwangerschaft

Der Schmerz wird auch als Signal eines gestörten körperlichen Gesamtgleichgewichts sowie einer gestörten Bewegungsgeometrie betrachtet.

Wenn das Zusammenspiel der Muskeln nicht mehr gelingt, sei es durch Fehlbelastung (sitzende Tätigkeit), Überlastung (Extremsport), Unfall (Knochenbrüche) oder sonstige Erkrankungen („Hexenschuss“, Arthrose) und dadurch ein Körperteil in seiner Funktion gestört ist, versuchen die benachbarten Körperteile über muskuläre Verbindungen diesen Fehler zu kompensieren. Sie nehmen somit eine Fehlhaltung ein, die schließlich zu Verspannungen und später zu Schmerzen führt.

Sehr viele Schmerzgeschehnisse und degenerative Veränderungen entstehen aufgrund funktioneller Fehlbelastung und Schonhaltung. Die Schonhaltung verfolgt den Zweck, dem Schmerz auszuweichen, wodurch der schmerzhafte Bereich entlastet wird und Zeit für die Regeneration bekommt. Ist die Regeneration abgeschlossen, kann die ursprüngliche Haltung wieder eingenommen werden und alles ist im Gleichgewicht.

Kommt es jedoch nicht zur vollständigen Regeneration der ursprünglich betroffenen Bereiche, wird die Schonhaltung aufrecht erhalten. Durch die Störung der Bewegungsgeometrie aufgrund der Schonhaltung, können nun sekundäre Beschwerden entstehen, welche die primäre Problematik überdecken. Ein Teufelskreislauf mit weiteren Schonhaltungen und neuen Beschwerden entsteht.

„Schmerzregulation und Bewegungsverbesserung ist der beste Weg,

weitere Strukturschäden zu vermeiden“

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Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare

Unsere Muskeln sind mehr als reine Fortbewegungsmittel oder mechanische Pumpen. Sie sind aufs Feinste über Nerven und hormonale Schaltkreise mit unserem Gehirn verbunden  und tatsächlich ein Spiegel der Seele.

Am besten sichtbar ist dies bei der Gesichtsmuskulatur. Kleinste Veränderungen in der Mimik können uns genau das seelische Befinden unseres Gegenübers zeigen. Andersherum wirkt der Körper auf die Seele zurück.

Unsere Körperhaltung erzählt viel von unserem Innenleben, wird sie verändert, fühlen wir uns auch anders.

„Durch die Behandlung werden Körper und Seele gleichermaßen harmonisiert

und aktiviert und somit wieder in Einklang gebracht“

Anwendungsbereich

Erkrankungen am Bewegungsapparat:
  • Lumboischialgie (Hexenschuss)

  • Bandscheibenvorfall

  • Skoliose

  • Chronische Schmerzen

  • Funktionelle Gelenksblockaden

  • Arthrosen

  • HWS Verspannungen

  • Schleudertrauma

  • Schulter-Arm-Syndrom

  • Fibromyalgie

  • Postoperative Zustände

Psychotraumatische Belastungen:
  • Angst, z. B. nach einem Unfall

  • Emotionale Belastungen

  • Panikattacken

  • Burnout-Syndrom
     

Funktionelle Organstörungen:
  • Bluthochdruck

  • Herzrythmusstörungen

  • Atembeschwerden (Asthma)
     

Kopfgelenksstörungen:

(über die Verbindung Auge, Ohr und Kiefer)

  • Migräne

  • Tinnitus (Ohrgeräusche)

  • Schwindel

  • Kiefergelenksstörungen
     

Sport:
  • Verletzungen behandeln

  • Verletzungen vorbeugen

  • Leistung optimieren
     

ADS/ ADHS:

Die Behandlung bestimmter Muskelgruppen erlaubt eine gezielte Einflussnahme auf das vegetative Nervensystem mit dem Ergebnis einer Beruhigung und Zentrierung der behandelten Menschen.
 

  • Bei Kindern und Erwachsenen

Und vieles mehr…

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