Teil 1: Müde nach dem Essen?

Immer mehr Menschen weltweit leiden an Krankheiten wie Krebs, Herzerkrankungen, Alzheimer, Diabetes und hormonellen Störungen. Fast die Hälfte aller Erwachsenen ist übergewichtig, und auch Testosteron-Mangel bei Männern sowie Zyklus- und Fruchtbarkeitsstörungen bei Frauen haben dramatisch zugenommen. Was viele nicht wissen: Hinter all diesen sehr unterschiedlichen Beschwerden kann ein gemeinsamer, oft übersehener Auslöser stehen die Insulinresistenz.
Der US-Stoffwechselspezialist Dr. Benjamin Bikman bezeichnet sie als eine der wichtigsten stillen Wurzeln chronischer Erkrankungen. In Europa ist bereits mehr als ein Drittel der Erwachsenen betroffen, und die Dunkelziffer in Deutschland ist hoch.
Weit mehr als ein Blutzuckerhormon
Insulin ist ein in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse gebildetes Peptidhormon. Es nimmt nach der Nahrungsaufnahme Glukose aus dem Blut auf und dockt an die Rezeptoren von Muskeln, Gehirn, Herz oder Fettgewebe an, um die Zellen zu öffnen.
Darüber hinaus beeinflusst Insulin nahezu jede Zelle im Körper:
In der Leber fördert es die Fettbildung, im Muskel regt es den Eiweißaufbau an.
Als zentrales anaboles (aufbauendes) Hormon steuert es Wachstums- und Aufbauvorgänge im gesamten Körper.
Die Entwicklung einer Insulinresistenz und ihre Folgen
Bei einer Insulinresistenz reagieren die Zellen nur noch abgeschwächt auf das Hormon. Der Körper gleicht dies jahrelang durch eine Überproduktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse (Hyperinsulinämie) aus, wodurch der Blutzuckerspiegel meist im normalen Bereich bleibt. Erst wenn die Insulinproduktion erschöpft ist, entwickelt sich ein Diabetes mellitus. Ein hoher Insulinwert ist daher bereits bis zu 20 Jahre früher ein Vorhersage-Merkmal für Typ-2-Diabetes.
Ursachen der gestörten Verwertung:
Viszerales Bauchfett, Bewegungsmangel und eine Ernährung reich an Zucker, raffinierten Kohlenhydraten oder Transfetten.
Chronischer Stress, Schlafmangel, Rauchen, Medikamente sowie genetische Veranlagung.
Wissenschaftliche Erkenntnis: Selbst eine zu salzarme Ernährung kann laut Studien zu einer Erhöhung der Werte führen, die auf eine Insulinresistenz hinweisen.
Typische Warnsignale & Ursachendiagnostik in der Praxis
Betroffene fühlen sich nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten oft müde, leiden unter Erschöpfung, Bauchfett oder Heißhunger auf Süßes. Auch Symptome wie Zittern oder Unruhe, die an Unterzuckerung erinnern, und das bei normalen Blutzuckerwerten, können auftreten.
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In meiner Naturheilpraxis in Weil am Rhein verlasse ich mich nicht auf Standard-Blutzuckerwerte. Im Rahmen der Ursachenmedizin setze ich auf eine erweiterte Labordiagnostik mit bis zu 70 Parametern. Durch das gezielte Bestimmen des Nüchtern-Insulins und des HOMA-Index können wir eine gestörte Insulinverwertung frühzeitig im Blut erkennen, lange bevor der Blutzucker ansteigt.
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Herzlichst
Michaela Bisch-Dußmann
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