Hypercholesterinämie natürlich senken Teil 1
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Teil 1: Verstehen, Messen & Gezielt Bewegen
Cholesterin ist ein lebenswichtiges Blutfett, das für zahlreiche Körperfunktionen unentbehrlich ist. Ist der Cholesterinspiegel im Blut jedoch dauerhaft erhöht, kann er sich unbemerkt zu einer tickenden Zeitbombe entwickeln. Da veränderte Werte meist keine unmittelbaren Symptome verursachen, werden sie oft erst bei Routine-Blutuntersuchungen entdeckt. Über Jahre hinweg steigert erhöhtes Cholesterin das Risiko für Arteriosklerose sowie folgenschwere Herz-Kreislauf-Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Doch wie entstehen erhöhte Cholesterinwerte eigentlich, worauf sollte man bei den Blutwerten achten und wie hilft Bewegung?
Ursachen: Genetik vs. Lebensstil
In Deutschland leidet mehr als die Hälfte aller Männer und Frauen ab 60 Jahren unter einer Hypercholesterinämie. Selbst bei den 30-Jährigen zeigt bereits etwa die Hälfte erhöhte LDL-Cholesterinwerte.
Familiäre (genetische) Hypercholesterinämie: Betrifft etwa 1 von 300 Personen und tritt somit eher selten auf. Sie fällt meist schon im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter durch sehr hohe Cholesterinwerte auf. Ein dauerhaft sehr hohes LDL-Cholesterin bei der genetischen Form birgt ein 20-fach erhöhtes Risiko für Arteriosklerose.
Lebensstilbedingte Formen: Weitaus häufiger entwickeln sich erhöhte Werte über längere Zeiträume durch Faktoren wie eine cholesterinreiche Ernährung, Alkoholkonsum oder Stress.
Sekundäre Ursachen: Auch Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, eine Schilddrüsenunterfunktion oder die Einnahme bestimmter Medikamente können die Werte ansteigen lassen.
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Werte richtig einordnen: Ein Überblick
Normwerte dienen der Orientierung, bedürfen jedoch immer einer individuellen fachlichen Interpretation:
Gesamtcholesterin: Optimal sind Werte unter 200 mg/dl.
HDL-Cholesterin („gutes“ Cholesterin): Sollte bei Männern über 40 mg/dl und bei Frauen über 50 mg/dl liegen (besonders wichtig ab den Wechseljahren, da der gefäßschützende Östrogenspiegel sinkt).
LDL-Cholesterin („schlechtes“ Cholesterin): Richtet sich stark nach dem persönlichen Risiko:
Sehr hohes Risiko (z. B. KHK, Diabetes, schwere Niereninsuffizienz): < 55 mg/dl
Hohes Risiko (z. B. Bluthochdruck, Rauchen): < 70 mg/dl
Mäßiges Risiko: < 100 mg/dl
Niedriges Risiko: < 116 mg/dl
Triglyceride (Neutralfette): Sollten unter 150 mg/dl liegen. Sehr hohe Werte stehen vor allem mit starkem Zucker- und Alkoholkonsum in Verbindung und können Bauchspeicheldrüsenentzündungen auslösen.
Hinweis zur Diagnostik: Bei ausgeprägten Erhöhungen empfiehlt sich eine umfassende Diagnostik beim Kardiologen oder Angiologen – inklusive Ultraschall der Halsschlagader (Arteria carotis) und einmaliger Bestimmung von Lipoprotein(a).
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Der erste Schritt: Gezielte Bewegung als Medizin
Ernährungsumstellung und Lebensstil haben einen enormen Einfluss auf das Verhältnis von HDL zu LDL. Regelmäßige Bewegung ist hierbei eines der wirksamsten Werkzeuge:
Ausdauersport ((Nordic) Walking, Radfahren, Schwimmen, Joggen): Kann das herzschützende HDL-Cholesterin nach 4 bis 8 Wochen oft um ca. 10 % anheben. Angestrebt werden mindestens 3 Tage pro Woche für jeweils 40 Minuten.
Moderates Krafttraining: Hilft ergänzend dabei, das LDL-Cholesterin moderat zu senken.
Pulsbereich: Als grobe Orientierung für den Maximalpuls gilt 220 minus Lebensalter. Während des Ausdauertrainings sollte man sich noch gut unterhalten können.
Im zweiten Teil dieses Beitrags erfährst Du, mit welchen gezielten Heilpflanzen, Naturheilmitteln und Vitalstoffen Du Deine Cholesterinwerte sanft und effektiv begleiten kannst! Entdecke auch weitere wertvolle Beiträge in meinen Blogartikeln auf www.bisch-dussmann.de/blog.
Herzlichst
Michaela Bisch-Dußmann
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