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Schmerz ist oft ein Lügner

  • Autorenbild: guenter.dussmann
    guenter.dussmann
  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Schmerz ist oft ein Lügner: Warum Ihr Nackenproblem vielleicht im Kiefer beginnt (plus 30-Sekunden-Selbsttest)

Kennen Sie das? Der Nacken zwickt bei jeder Drehung. Sie massieren die Stelle, vielleicht kleben Sie ein Wärmepflaster darauf oder haben schon lokale Behandlungen hinter sich. Es wird kurz besser – und kommt dann mit voller Wucht zurück.

In meiner Praxis höre ich oft den Satz: „Aber da hinten tut es doch weh, warum schauen Sie jetzt auf meinen Bauch oder meinen Kiefer?“

Das ist eine berechtigte Frage. Und die Antwort ist der Kern dessen, warum chronische Schmerzen oft so hartnäckig sind: Wir haben gelernt, den Boten (den Schmerz) für das Problem zu halten.

Unser Körper denkt nicht in Einzelteilen, sondern in Ketten

Stellen Sie sich Ihren Körper wie ein komplexes Segelschiff mit hunderten von Tauen und Segeln vor. Wenn ein Segel auf der einen Seite zu straff gespannt ist, verzieht sich der Mast auf der anderen Seite. Würde es helfen, am Mast zu rütteln? Nein. Wir müssen das zu straffe Tau finden und lockern.

Genau das ist der Ansatz der Myoreflextherapie. Wir betrachten Muskeln und Faszien nicht isoliert, sondern als funktionelle Ketten. Wenn Sie beispielsweise nachts stark mit den Zähnen knirschen (Stress!), entsteht im Kiefer eine enorme Spannung. Diese Spannung "wandert" über Muskelketten nach unten – und äußert sich vielleicht als Bewegungseinschränkung im Nacken oder sogar als Schmerz in der Schulter.

Der Schmerz im Nacken ist also real, aber er ist nur das Symptom. Die Ursache sitzt eine Etage höher.

Der Beweis: Machen Sie den 30-Sekunden-Selbsttest

Theorie ist gut, Spüren ist besser. Ich möchte Sie einladen, diesen Zusammenhang zwischen Kiefer und Nacken jetzt sofort selbst zu testen. Sie brauchen dafür keine Hilfsmittel, nur kurz Ruhe.

(Bitte führen Sie Bewegungen immer langsam und ohne Gewalt aus)

Schritt 1: Der Ist-Zustand Setzen Sie sich gerade hin. Drehen Sie Ihren Kopf langsam so weit es geht nach links und dann nach rechts. Merken Sie sich, wie weit Sie kommen und wo es vielleicht spannt oder zieht.

Schritt 2: Die Provokation Drehen Sie den Kopf wieder zur Mitte. Nun beißen Sie die Zähne fest zusammen (nicht maximal, aber mit deutlichem Druck). Halten Sie diesen Biss, während Sie erneut versuchen, den Kopf langsam nach links und rechts zu drehen. Spüren Sie einen Unterschied? Geht es schwerer? Ist der Radius kleiner?

Schritt 3: Das Lösen Lassen Sie den Kiefer wieder ganz locker. Öffnen Sie den Mund leicht, bewegen Sie den Unterkiefer entspannt hin und her. Atmen Sie aus. Drehen Sie den Kopf ein drittes Mal. Fühlt es sich jetzt freier an als beim zweiten Mal?

Was ist gerade passiert?

Wenn Sie (wie die meisten Menschen) bei zusammengebissenen Zähnen eine Einschränkung im Nacken gespürt haben, haben Sie gerade live erlebt, wie eine Muskelkette funktioniert. Sie haben Spannung im Kiefer erzeugt, und Ihr Nacken musste darauf reagieren, indem er "festmacht".

In der Myoreflextherapie suchen wir genau diese versteckten Zusammenhänge. Wir behandeln nicht dort, wo es weh tut, sondern dort, wo die Spannung entsteht.

Jetzt bin ich neugierig auf Ihr Ergebnis!

Dieser kleine Test ist oft ein großer „Aha-Moment“ für meine Patienten. Wie war es bei Ihnen?

Schreiben Sie mir kurz eine Nachricht: Hat sich Ihre Nackenbeweglichkeit verändert, als Sie die Zähne zusammengebissen haben?

Ein kurzes „Ja, deutlich schwerer!“ oder „Kaum Unterschied“ reicht völlig aus. Ich bin sehr gespannt darauf zu sehen, wie stark dieser Zusammenhang bei meinen Lesern ausgeprägt ist!

Herzlichst Ihre Michaela Bisch-Dußmann

 
 

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Seidenwebergasse 10

D-79576 Weil am Rhein

praxis@bisch-dussmann.de

Tel: +49 (0) 7621 788 10

Mobil: +49 (0) 162 348 96 32

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Danke für die Nachricht!

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