top of page

Peinliche Stille im Meeting?

  • 21. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

So bändigen Sie Ihr Magenknurren

Es ist der Klassiker: Im Konferenzraum ist es totenstill, der Chef hält eine wichtige Rede, und plötzlich meldet sich Ihr Magen in voller Lautstärke zu Wort. Das mag im ersten Moment peinlich sein, ist aber reine Biologie und kein Grund zur Sorge.


Doch was passiert da eigentlich in unserer Körpermitte, und wie können wir das "Ungeheuer" in unpassenden Momenten zähmen?

Das biologische Orchester im Bauch

Das medizinisch als Borborygmus bezeichnete Magenknurren ist im Grunde ein Orchester aus Luft und Flüssigkeit. Stellen Sie sich Magen und Darm wie flexible Schläuche vor, deren Muskeln sich ständig zusammenziehen ein Vorgang, der Peristaltik genannt wird.


Dabei werden Luftgase und Verdauungssäfte ordentlich durchgemischt, was Geräusche verursacht. Wenn der Magen leer ist, wirkt er wie ein Resonanzkörper (ähnlich einer Trommel) und trägt das Gluckern deutlich hörbar nach außen. Ein voller Magen hingegen dämpft das Geräusch durch den Speisebrei ab.


Interessanterweise ist das Knurren oft gar kein direktes Hungersignal, sondern ein Zeichen dafür, dass Ihr Verdauungssystem gerade "Hausputz" macht und bereit für Nachschub ist. Etwa zwei Stunden nachdem der Magen leer ist, beginnt der sogenannte Migrierende Motorische Komplex (MMK) eine Art Reinigungswelle, die Reste in Richtung Ausgang befördert.


Aber auch der Kopf spielt eine Rolle: Allein der Gedanke an Essen oder dessen Geruch kann das Gehirn dazu bringen, Signale an den Magen zu senden, sodass die Muskeln zu arbeiten beginnen und Säfte fließen, was zu einem vor freudigen Knurren führt.


Die besten Strategien für das Meeting

Wenn Sie merken, dass es gleich losgeht, können Sie versuchen, das Geräusch physisch zu unterdrücken:


  • Wasser trinken: Ein paar Schlucke wirken wie ein Schalldämpfer für die Gase, füllen den Hohlraum und beruhigen die Peristaltik.

  • Tief durchatmen: Atmen Sie tief in den Bauch ein und halten Sie die Luft kurz an, um den Druck im Bauchraum zu erhöhen und die Magenkontraktionen kurzzeitig zu stoppen.

  • Gerade sitzen: Eine aufrechte Haltung gibt dem Verdauungstrakt mehr Platz, während eine krumme Haltung auf den Magen drückt und Gasbewegungen verstärken kann.

  • Bauch anspannen: Das Anspannen der Muskulatur kann helfen, den Magen etwas einzuengen und die Bewegung der Gase zu bremsen.


Vorbeugung ist alles

Damit es gar nicht erst zum Konzert kommt, helfen diese Routinen vor dem Meeting:


  • Kleiner Snack: Ein halber Apfel oder eine Handvoll Nüsse vorab beendet die "Reinigungswelle" (MMK).

  • Still statt Sprudel: Vermeiden Sie Kohlensäure, da sie Luft ist, die im Magen festsitzt.

  • Langsam essen: Wer schlingt, schluckt viel Luft (Aerophagie) mit, die später lautstark entweicht.

  • Wärme: Ein Tee entspannt die Magenmuskulatur besser als eiskalte Getränke.


Ein kleiner Trost zum Schluss: Meistens hören Sie das Knurren selbst viel lauter als die Kollegen, weil der Schall über Ihre eigenen Knochen direkt zum Ohr geleitet wird.


Jetzt sind Sie dran!

Kennen Sie solche peinlichen Momente? Haben Sie vielleicht einen eigenen Geheimtipp, um das Magenknurren in den Griff zu bekommen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen und schreiben Sie mir kurz eine Nachricht ich bin gespannt auf Ihre Geschichten!

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Ihr Körper funktioniert und wie Sie ihn optimal unterstützen können, werfen Sie doch einen Blick auf meinen Fachbereich "gesund + aktiv". Dort finden Sie weiterführende Informationen zu Themen wie individueller Blutanalyse und bioidentischen Hormonen, die Ihnen helfen können, Ihren Stoffwechsel besser zu verstehen und Ihre Gesundheit aktiv in die Hand zu nehmen.

 
 

Kontaktieren

Seidenwebergasse 10

D-79576 Weil am Rhein

praxis@bisch-dussmann.de

Tel: +49 (0) 7621 788 10

Mobil: +49 (0) 162 348 96 32

Sprechzeiten nach Vereinbarung

Danke für die Nachricht!

Social Media

Zertifikat gesund aktiv
MB_Kompetenzsiegel_2023
MB_Kompetenzsiegel_2024
  • LinkedIn
  • Facebook
  • Instagram

© 2026 Michaela Bisch-Dußmann

bottom of page